Anfangen ist leicht, Beharren ist Kunst.
(Deutsches Sprichwort)

Kirmes 2015 in Luxemburg: 

 

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Kirmes /Kirchweihfeste in Luxemburg

Die Kirmes ist, wie das gleichbedeutende Wort "Kirchweih" oder "Kirchweihfest" aussagt, ein Erinnerungsfest an die Einweihung einer Kirche. Kirmes ist darüber hinaus artverwandt mit Jahrmarkt und Volksfest. Die Kirchweih war früher das eigentliche Grossereignis in Dort und Stadt. Nach der langen täglichen Arbeit wollten sich die Leute endlich einmal zerstreuen und entspannen.

 

Hier einige Aussagen und Erklärungen zu der Bedeutung und Herkunft des Begriff Kirmes:

 

1. Jede Kirche hat ihren eigenen Festtagskalender (Eigenkalender). So wird der Kirchenpatron jedes Jahr festlich begangen (Patronatsfest der Kirche), es können auch die Gedenktage der Nebenpatrone festlich begangen werden (wie das z.B. in Böwingen/Attert am Valentinstag der Fall ist). Oft werden die Patronatsfeste einer Kirche auch als „kleine Kirmes“ begangen, so wie das in Tüntingen (Fest der Apostelfürsten Petrus und Paulus) der Fall ist.
Die eigentliche Kirmes (oft „Grouss Kiermes“ genannt) ist das Jahrgedächtnis der Kirchweihe, d.h. der Tag, an dem eine Kirche geweiht wurde. Oft hat das Datum der Kirchweihe nicht direkt etwas mit dem Datum der Kirmes zu tun. So wurde in Bruch die Pfarrkirche am 13. Juni 1906 vom damaligen Bischof konsekriert (geweiht). Der Jahrestag dieses Festes wird aber nicht am 13. Juni gefeiert, sondern am Sonntag nach dem 10. November. In Böwingen und Buschdorf wird das Kirchweihfest am Festtag der Kirchenpatrone (Mariä Geburt und Geburt des hl. Johannes des Täufers) gefeiert, oder aber am Sonntag danach. In Bissen ist das Kirchweihfest jeweils am Dreifaltigkeitssonntag, in Greisch am Sonntag vor der Fastnacht, in Saeul am ersten Sonntag Oktober, in Simmern am Festtag des Nebenpatrons Rochus oder am Sonntag danach, in Tüntingen am Sonntag nahe dem Festtag des heiligen Erzengels Michael, in Kalmus am Sonntag nach dem 10. November, in Hollenfels am Sonntag nach Allerseelen, in Roodt am zweiten Sonntag Juli, und in Schwebach am 4. Ostersonntag.
(Quelle: Parbréif fir de Parverband „St. Willibrord“ HELPERT N° 7/09 – Jg 6)

 

2.Luxemburgensia: Luxemburger IllustrierteNr 19:

  Die Kirchweihfeste im Luxemburger Lande gegen Ende des 18. Jahrhunderts - Artikel von Jules Klensch

 

(Source: ouvrage  numérisé et mis à disposition par la Bibliothèque nationale de Luxembourg, www.bnl.lu. Licence Creative Commons BY-NC-SA (http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/fr/deed.fr) »)